Haarausfall

Haarausfall

Autor: Leon.m  |  Lesezeit: 4-5 Minute  |   Letzte Aktualisierung: 14 Dezember 2020

Ob Sie es glauben oder nicht, jeder ist von Haarverlust betroffen, egal in welchem Alter er ist. Durchschnittlich verliert der Mensch jedem Tag um 100 Haare.

Ein grund mehr sich einen bart wachsen zu lassen?

Die Lebensdauer eines Haares liegt zwischen 2 – 6 Jahren, dann sterben sie ab und verabschieden sie sich und landen auf unserem Kissen oder in der Bürste, um Platz für neues Haar zu machen, das prompt nachwächst. Überschreitet die Zahl der ausfallenden Haare also die 100 über längere Zeit, liegt ein akuter Haarausfall vor.

Wir zählen unsere Haare natürlich nicht jeden Abend vor dem zu Bett gehen, aber wird die Bürste immer voller oder die Kopfhaut immer besser sichtbar, dann sollten die Alarmglocken schrillen.

Wachstum Eines Gesunden Haares

Das Wachstum eines gesunden Haares wird in drei Phasen beschrieben:

Wachstumsphase / Anagenphase: Follikelbildung in der Kopfhaut sorgt für kontinuierliches Wachstum, das Haar wird länger und dicker. Das schließt 85% unserer Kopfbehaarung ein. 2 – 6 Jahre sind hier der Durchschnitt, mit dem zu rechnen ist.

Übergangsphase / Katagenphase: Erst stoppt die Zellteilung, die Haarwurzel schrumpft und verhornt am Ende.

Ruhephase / Ausfallphase / Telogenphase: Das Haar verkümmert vollständig, da die Stoffwechselaktivität der Zellen vollständig eingestellt wurde. Die toten Zellen werden schließlich von einem neuen, nachwachsenden Haar aus der Kopfhaut verbannt. Insgesamt beansprucht diese finale Phase 3 Monate. Normaler Haarausfall also.

Wird der haarausfall akut, unterscheidet man hier 2 arten:

ANDROGENETISCHE ALOPEZIE UND EFFLUVIUM ALOPECIA AREATA
  • Erblicher, hormonell bedingter Haarverlust bei Männern
  • Betrifft 70% der Männer
  • Wirkung von Androgenen und genetische Veranlagung
    verantwortlich
  • Effluvium = verstärkter, täglicher Haarausfall
  • Auch kreisrunder Haarausfall
  • Autoimmunerkrankung
  • T-Zellen attackieren die Haarfollikel
  • Ist jedoch reversibel, kann also wieder rückgängig gemacht werden, da die betroffenen Follikel nicht vernarben
  • Ursachen unbekannt

 

Wenn es sich um genetischen Haarausfall handelt, was in 95% der Fälle der Fall ist, steigt die Zahl der betroffenen mit dem Alter deutlich:

Zahl Der Betroffenen Aus 100 Im Durchschnitt bei kaukasischen mannern

Und woran hat’s gelegen?

Gerade bei Haarausfall sind die Ursachen unglaublich vielfältig. Man versucht sie medizinisch zu kategorisieren in permanent oder temporär, gleichmäßig oder unsystematisch, genetisch bedingt oder durch Umwelteinflüsse, abhängig von einem bestimmten Muster oder unvorhersagbar.

Die zeitliche Einteilung gibt Auskunft darüber, ob es sich nur um einen temporären Verlust der Haare handelt oder das ganze doch nur mit Medikamenten rückgängig gemacht werden kann.

Ursachen allgemein eingegrenzt:

  • Genetisch bedingt, betrifft 4 von 5 Männern mit Haarausfall
  • Schlechte psychische Verfassung
  • Äußere Einflüsse: Operationen, die Ernährung, die Umwelt
  • Innere Einflüsse: Krankheiten

Der genetisch bedingte Haarausfall kann sich bei Männlein und Weiblein bemerkbar machen, betitelt mit der bereits angebrachten Unheil verheißenden androgenetischen Alopezie. Bei Frauen sind es hier immerhin 40% der Betroffenen. Bei Männern ist das dadurch erklärbar, dass der Körper stetig Testosteron produziert und dieses dann in Dihydrotestosteron umwandelt.

Die Hormone, die Androgene, die bei Betroffenen in der Menge mehr vorhanden sind, haben Stellen, an denen dieser Testosteron-Abkömmling andocken kann. Die Hormone lassen die Haarfollikel empfindlicher werden, die produzierten Haare werden dünner und irgendwann fällt die Produktion ganz aus. Und Bumm! Glatze. Kleiner Spaß. So schnell geht das nicht.

Erkennbar macht sich die Genetik hier an den ersten Geheimratsecken im Stirnbereich. Die Haare fassen sich nicht mehr so kräftig wie vorher an, eher leichter und flaumiger, die Kopfhaut wird deutlich sichtbar. Genetisch bedingter Haarausfall lässt sich gut am sogenannten Hamilton-Norwood-Schema festmachen, 1951 von Arzt Hamilton entwickelt und 1975 von Arzt Norwood erweitert:

Haarausfall Stadien

Haarausfall vorzubeugen kann schon damit anfangen, Stressphasen kurzzuhalten, was zugegebenermaßen nicht immer ganz einfach ist. Praktisch alles kann heutzutage zum Stressfaktor werden: der Job, die Familie, die Beziehung, die Freunde, das Hobby.

Wir Menschen mögen es, uns zu konkurrieren und unter Druck zu setzen, und wer sich selbst viel Stress macht, wird als hart arbeitend und hingebungsvoll gelobt. Aber wo bleibt da der Spaß? Der ist für viele auf jeden Fall vorbei, wenn man durch den Wald auf dem Kopf durchblicken kann. Gönnen Sie sich also auch mal eine Pause, und Ihr Kopf und Ihr Körper wird es Ihnen danken. 

Auch eine Schilddrüsenüber- oder –unterfunktion kann Haarausfall mit sich bringen. Ersteres lässt die Haare schneller wachsen, aber zeitgleich auch schneller ausfallen und dünner nachwachsen. Letzteres ändert die komplette Haarstruktur, das Haar wird rau und stumpf und fällt dadurch leichter aus. Es sollte sich also erst um das betroffene Organ als um den Haarausfall gekümmert werden.

Operationen als Faktor für ein erhöhtes Stresslevel können ebenso als Verursacher gezählt werden, natürlich abhängig davon, wie gut der Patient damit umgehen kann. Wenn Sie sich selbst gut kennen und Sie das mental sehr in den Keller zieht, ist es ratsam, sich davor und danach gründlich um seine Haarwurzeln zu kümmern.

Bei Krebserkrankungen kann ein kompletter Verlust der Kopfbehaarung eine Folge der Chemotherapie sein.

Ist der Haarausfall krankheitsbedingt, muss dies aber nicht von Dauer sein.

Lesen Sie sich vor der Einnahme von Medikamenten immer gründlich die Hinweise zu den Risiken und Nebenwirkungen durch! Manchmal kann der Verlust der Haare auch eine Folge mancher Arzneimittel sein. Darunter fallen zum Beispiel Blutverdünner, Antidepressiva, Beta-Blocker, blutdrucksenkende Mittel, Medikamente gegen Rheuma, Antibiotika, Lipidsenker oder Chemotherapeutika.

Fast jede Mangelerscheinung kann natürlich durch eine ausgewogene Ernährung, genug Wasser und ausreichend Bewegung verhindert werden. Diffuser Haarausfall um den ganzen Kopf herum kann aus einem Mangel an Eisen oder Eiweiß resultieren. Eine entsprechende Versorgung an wichtigen Vitaminen ist maßgeblich. Krankheiten, die aus einer Mangelernährung heraus entstehen, wie Leber- oder Darmkrankheiten, können die Haare ebenfalls ausfallen lassen. Welche Lebensmittel für volles Haar sorgen, erfahren Sie später.

Giftige Umwelteinflüsse, die den Kopf kahl machen, sind quasi überall. Jeder trägt mindestens ein technisches Gerät mit sich, und der in stark bevölkerten Stadtzentren entstehende Elektrosmog kann für eine schwächere Durchblutung der Kopfhaut und somit für Haarverlust sorgen. Auch eine übermäßige Einnahme von Kadmium, Thallium oder Quecksilber fällt darunter, was aber in der Regel unüblich ist.

Diagnose und der Gang zum Arzt

Sie haben nun also Haarausfall bei sich festgestellt und die Haare wollen einfach nicht nachwachsen. Wie geht es ab hier weiter?
Beim Arzt Ihres Vertrauens wird sich ein Bild von Ihrer Lebensweise und möglichen Faktoren gemacht, die verantwortlich für den Verlust der Haare sein können.

Es wird ein Zupftest mit einer gummiarmierten Arterienklemme gemacht, um festzustellen, ob der Haarausfall nur temporär oder akut ist. Anschließend werden die Haarfollikel mikroskopisch untersucht. Erinnern Sie sich noch an die Telogenphase?
Ganz genau, die Wachstumsphase, in der die Haarwurzeln verkümmern und die abgestorbenen Haare abgestoßen werden.

Liegt der Anteil dieser Haare bei über 20%, weist das auf einen stärkeren Haarausfall hin. Ekzeme, Schuppungen und Rötungen der Kopfhaut weisen auf eine Fehlfunktion der Schilddrüse, Nährstoffmangel oder sogar Syphillis hin.

Nur wenige Mittel sind bei temporärem Haarausfall wirklich wirksam. Hier eignet sich eher eine Bekämpfung der eigentlichen Ursachen. Für genetischen Haarausfall jedoch gibt es gezielte Behandlungsmöglichkeiten.

Medizinische Behandlung von Haarausfall

Ein Mittel, was bei Patienten den Haarwuchs nachhaltig gestärkt hat, ist die Lösung Minoxidil, aus der Werbung auch eher als Regaine bekannt. Ursprünglich fungierte es nur als Blutdruckmedikament. Es ist nicht verschreibungspflichtig und wird lokal angewendet. Zweimal täglich angewendet, stoppt das Mittel bei 80 bis 90% der Betroffenen den Haarausfall, 50% berichteten sogar von einer Haarverdichtung. Jedoch muss die Lösung kontinuierlich angewendet werden, um eine Rückkehr des Haarverlustes zu verhindern.

Weitere Ergebnisse konnten mit Propecia mit dem Wirkstoff Finasterid erzielt werden. Dieses Medikament ist besonders wirkungsvoll, da es die Bildung von Dihydrotestosteron stoppt und somit den gezielten Verursacher von genetisch bedingtem Haarausfall angreift.

Nach 3 bis 6 Monaten ist eine Verdichtung der Haare deutlich sichtbar. Empfohlen für junge Männer, bei denen akuter Haarausfall festgestellt wurde, da hier noch zahlreiche Haarfollikel vorhanden sind, die reaktiviert werden können. Auch hier ist eine kontinuierliche Einnahme empfehlenswert.

Aufgrund eventueller Nebenwirkungen ist dieses Medikament jedoch verschreibungspflichtig. Eine negative Auswirkung auf das Sexualleben ist möglich und kann mit Erektions- und Ejakulationsstörungen oder der Vergrößerung der Brustdrüse einhergehen. Der in der Samenflüssigkeit enthaltene Wirkstoff kann außerdem Bluttests verfälschen und sich negativ auf die Fortpflanzung bzw. den Fötus auswirken.

Die beiden Go-To-Medikamente gegen Haarausfall im Vergleich

Medikament Wirkstoff Wirkdauer Risiken Nebenwirkungen
Finasterid 3 -12 Monate, am besten sichtbar nach 2 Jahren Nicht einzunehmen bei einer Allergie gegen Finasterid.

Mögliches Risiko auf Brustkrebs, Verfälschung eines Bluttests für Prostatakrebs

Erektionsstörungen,

Hautausschlag, sexuelle Unlust, Hodenschmerzen, Hautausschlag, Unfruchtbarkeit, geringer Samenerguss, Depressionen

Minoxidil 12 – 16 Wochen, schon nach 8 Wochen sichtbare Resultate Brustschmerzen, Schwellungen der Hände und Füße, Gewichtsverlust, Schwindelanfälle,

Ausschläge auf der Kopfhaut

Kopfschmerzen, Brennen auf der Haut, Depressionen, hoher Blutdruck, Schmerzen des Bewegungsapparates

Die Haartransplantation von Fußballtrainer Jürgen Klopp hat seiner Zeit große Wellen geschlagen. Hier werden dem Bereich, der noch nicht vom Ausfall, gesunde Haare entnommen und an betroffene Stellen verpflanzt. 

Eine Besprechung mit dem Dermatologen Ihres Vertrauens wird über die Therapiemöglichkeit entscheiden, die am besten für Sie geeignet ist. Ebenso können Sie die Behandlungsmöglichkeiten über eine der Online-apotheke in Anspruch nehmen, die über unsere Seite verglichen und zur Verfügung gestellt werden. Lizensierte, verifizierte und kompetente Ärzte nehmen sich Ihres Problems an.

Füllen Sie einfach den Fragebogen aus oder lassen Sie sich entsprechend über die Service-Hotlines beraten. Der Versand der Medikamente ist schnell, unkompliziert und meist kostenlos. Die in Großbritannien ansässigen Kliniken sind bei der britischen Medizinbehörde registriert und unterliegen denselben Regeln wie Ihr Hausarzt.

Wenn eine Behandlung mit einem verschreibungspflichtigen Medikament zu riskant ist, wird diese abgelehnt.

Auch der Erwerb rezeptpflichtiger Medikamente ist auf diesem Wege legal möglich. Innerhalb von einem Tag wird Ihre Arznei versandfertig gemacht und kommt zu Ihnen nach Hause. Erfolgt die Handhabung auf der jeweiligen Website nicht durch Aufnahme Ihrer medizinischen Daten und der Ausstellung eines Rezeptes, können Sie sich sicher sein, dass es sich hier um eine illegale Website handelt.

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