Vorzeitiger Samenerguss

VORZEITIGER SAMENERGUSS

Autor: Gina.g  |  Lesezeit: 4 Minute  |   Letzte Aktualisierung: 14 Dezember 2020

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Ist es bei Ihnen schon einmal vorgekommen, dass Sie beim Geschlechtsverkehr früher gekommen sind als gewohnt, vielleicht sogar schon bevor Sie überhaupt angefangen haben, miteinander zu schlafen?
Das ist gar nichts ungewöhnliches, Sie wurden Opfer einer sexuellen Funktionsstörung, die man auch als „frühzeitigen Samenerguss“ oder lat.

„ejaculatio praecox“ bezeichnet. Fast jeder ausgewachsene Mann war schon mindestens einmal in seinem Leben davon betroffen, von einem schwerwiegenderem spricht man jedoch erst, wenn die Vorfälle dieser Beschwerde sich häufen. 

Vergleicht man Studien von 2006 und aktuell miteinander, sieht man, dass die Zahl der Betroffenen deutlich gestiegen ist:

Befragung aus 2006 und Aktuelle Studie

In beiden Fällen ist die Dunkelziffer jedoch als deutlich höher zu betrachten, da, genauso wie bei erektilen Dysfunktionen, Männer selten bis gar nicht über ihr Problem sprechen. Grundsätzlich kann die Funktionsstörung in jedem ausgewachsenen Alter auftreten, die Ursachen ändern sich jedoch ebenfalls mit dem Älterwerden.

Allgemein kann schon die Überforderung und der Druck, der mit der ersten sexuellen Erfahrung einhergeht, für einen frühzeitigen Samenerguss sorgen, generell spielen die Umstände, unter denen der Sex stattfindet, eine treibende Rolle. Über das ganze Leben verteilt kann es also ab und an vollkommen normal sein, zu früh zu kommen.

Betroffene Weltweit Mit Steigendem Alter

Im Normalfall kommen Männer 250 – 300 Sekunden nach Beginn einer Penetration zum Höhepunkt, und Geschlechtsverkehr dauert im Durchschnitt zwischen sechs bis acht Minuten.
Betroffene der Funktionsstörung können teilweise schon einige Sekunden nach der Penetration ejakulieren, bevor sie überhaupt die Möglichkeit hatten, ihren Partner ebenfalls entsprechend zu befriedigen, und haben auch keine Kontrolle mehr über den Zeitpunkt ihrer Ejakulation.

Hat das über längere Zeit eine negative Auswirkung auf das Sexualleben und das persönliche Befinden, sollte dringend mit einem Arzt darüber gesprochen werden, um den Ursachen auf den Grund zu gehen. Oft kann noch mehr dahinter stecken als die eigene Unsicherheit.

Es gibt zwei Typen Vorzeitiger Samenergusses, die es zu unterscheiden gilt:

Primärer vorzeitiger Samenerguss Sekundärer vorzeitiger Samenerguss
  • Chronische Variante, bereits zu frühe Ejakulation von ersten sexuellen Erfahrungen
  • lebenslang
  • Durch biologische Faktoren verursacht: sensibler Penis durch schlechte Nervensignale (u.a. bei Männern mit erektiler Dysfunktion)
  • Hormonmangel: Prolaktin, für Hemmung der sexuellen Erregung verantwortlich und für Verzögerung des Samenergusses
  • Oft auch psychische Probleme Verursacher, gehen mit Erektionsstörungen einher, werden durch oft dadurch auftretende Selbstzweifel verstärkt und verschlimmert die sexuelle Erfahrung durch Unsicherheiten, werden im Alter stärker
  • Tritt erst zu einem späteren Zeitpunkt im Leben ein, vorher normale Ejakulationszeit
  • erworben
  • Sowohl psychische als auch körperliche Ursachen möglich
  • Krankheiten, die als Verursacher gelten können: Diabetes, hoher Blutdruck, multiple Sklerose, Prostataerkrankungen, Funktionsstörung der Schilddrüse
  • Psychische Ursachen: Depresssionen, Stress, traumatische Erlebnisse mit Sex
  • Exzessiver Drogen- und Alkoholkonsum verursachen ebenfalls eine Verzögerung des Erektionszeitpunktes

wie eine vorzeitiger samenerguss die zukunft – die therapiemethoden beeinflussen kann

In erster Linie natürlich die Belastung der Beziehung zum Sexualpartner. Dies ist natürlich auch davon abhängig, wie die Partner zueinander stehen. Wird sich gegenseitig unterstützt oder werden sich Vorwürfe gemacht? Dies kann einen erheblichen Einfluss auf die fortlaufende Entwicklung des Samenergusses haben. Man ist angespannt, fühlt sich von Sex unter Druck gesetzt, die Selbstzweifel werden größer. 

Oft wird hier versucht, vom Mann das Vorspiel hinauszuzögern, um nicht allzu stark erregt zu werden und noch etwas von der sexuellen Begegnung zu haben, was aber ebenfalls sexuelle Unlust und den kompletten Verlust vom Spaß am Geschlechtsverkehr zur Folge haben kann, da man sich nicht komplett körperlich gehen lassen kann – sowohl bei einem selbst als auch beim Partner.

Das kann zu einem Rattenschwanz werden, der die Beschwerden nur noch verstärkt und unter anderem auch Erektionsstörungen hervorrufen kann, sowie den kompletten Verzicht auf sexuelle Aktivitäten. Der frühzeitige Samenerguss hat jedoch keine Auswirkungen auf den Körper an sich, er ist harmlos und lediglich eine Begleiterscheinung anderer weitreichender Faktoren.

Tritt dieser „worst case“ ein, ist das Grund genug, einen Arzt aufzusuchen, am besten einen niedergelassenen Urulogen. Dieser stellt Ihnen dann diverse Therapieansätze vor, natürlich in Betracht Ihrer körperlichen und psychischen Vorgeschichte. Kommt ein verfrühter Samenerguss nur ein paar wenige Male vor, ist eine direkte medikamentöse Behandlung nicht unbedingt sinnvoll.

 

Vorzeitiger Samenerguss Behandlungsmöglichkeiten

Ganz oben steht natürlich das regelmäßige Masturbieren. Haben Sie trotz der gestörten Funktion Ihres Penis keine Angst vor Ihrer eigenen Sexualität. Wir ihr Glied oft Reizung ausgesetzt, hebt des die Reizschwelle und kann ein frühzeitiges Abspritzen hinauszögern.

Eine Möglichkeit haben der medikamentösen Behandlung wir zum Beispiel mit dem Antidepressivum Dapotexin, welches im Medikament Priligy enthalten ist, und ist deshalb natürlich auch verschreibungspflichtig. Es ist seit 2009 zugelassen, wird in Tablettenform verschrieben und hemmt aktiv die Wiederaufnahme von Serotonin.
Es ist davon auszugehen, dass zwischen diesem Hormon und der Ejakulation ein direkter Zusammenhang besteht, durch das Medikament wird die durch das Hormon verursachte Reizleitung im Nervensystem verzögert.

Die Einnahme erfolgt eine bis drei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr. Anwender des Mittels berichten von einer Verlängerung der Zeit bis zum Samenerguss auf das drei- bis vierfache, sowie einer allgemeinen Verbesserung der Zufriedenheit bei und nach dem Sex und der Kontrolle über die Fähigkeit, zu ejakulieren.

Auch eine Behandlung mit Beta-Blockern und Potenzmitteln ist möglich, diese sollte allerdings immer von einem Arzt überwacht werden.

Vorzeitige Samenerguss mit Ejakulationsmedikamenten

Der Erwerb der Medikamente ist über zahlreiche Online-Portale, die auf unserer Seite verglichen werden, möglich. Füllen Sie einfach wahrheitsgemäß einen Fragebogen aus und lassen Sie sich von einem echten Arzt behandeln, der Ihnen dann ein Rezept ausstellt. Auch der Erwerb rezeptpflichtiger Medikamente ist auf diesem Wege legal möglich. Innerhalb von einem Tag wird Ihre Arznei versandfertig gemacht und kommt zu Ihnen nach Hause. Erfolgt die Handhabung auf der jeweiligen Website nicht durch Aufnahme Ihrer medizinischen Daten und der Ausstellung eines Rezeptes, können Sie sich sicher sein, dass es sich hier um eine illegale Website handelt.

Wer lieber auf eine medikamentöse Behandlung verzichten möchte, sollte es mit einem zweiten Geschlechtsverkehr nach dem zu schnellen Samenerguss versuchen. Potenzmittel können hierbei äußerst dienlich sein. Im Idealfall ist der Geschlechtsverkehr nun deutlich länger möglich, da die Reizschwelle durch den ersten Höhepunkt hoch gesetzt wurde. Beispiele sind Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil. Hier handelt es sich um günstigere Generika, also Kopien, der teureren Arzneimittel Viagra, Cialis und Levitra.

Oder Sie wenden sich an einen geschulten Sexualtherapeuten, der Ihnen verschiedene Techniken zur sexuellen Stimulation beibringen kann. In diesem Rahmen kann sich eine Paartherapie positiv auf die Beziehung auswirken. Einige Techniken sind zum Beispiel die Start-Stopp-Technik, bei der die Stimulation mehrere Male kurz vor der Ejakulation abgebrochen wird, oder die Squeeze-Technik, bei der Daumen und Zeigefinger die Harnröhre kurz vor der für 15 Sekunden Ejakulation zusammendrücken. Dies kann mitunter schmerzhaft sein. Diese Techniken können zu Hause mit dem Partner geübt und ausprobiert werden, Ziel ist die Senkung des Ejakulationsreflexes.

Auch ein Lokalanästhetikum, also eine lokal betäubende Creme kann ihr übriges tun, beispielsweise EMLA, Lidocain und Pridocain. Diese wird eine Viertelstunde bis 30 Minuten vor dem Sex auf die Eichel aufgetragen und ein Kondom wird übergestülpt, damit der Partner nicht mit der Creme in Berührung kommt. Oder die sollte Creme früh genug abgewaschen werden, wenn der Penis schon betäubt ist. Wenn die Creme nämlich auch den Partner betäubt, passiert das genaue Gegenteil, sexuelles Vergnügen ist nicht mehr möglich. Im Idealfall geht die Reizschwelle auch hier weiter nach oben und eine längere Ausführung des Aktes ist möglich.

Das ganze gibt es auch in Form von betäubenden Kondomen, diese werden 30 – 60 Sekunden vor dem Akt übergezogen, damit die Flüssigkeit auf der Innenseite genug Zeit hat, um zu wirken.

Generell können Medikamente immer in Sex-Shops erworben werden, Ihre Wirkung zu verschriebenen Arzneimitteln ist jedoch vergleichsweise gering, wenn nicht sogar fragwürdig. Günstige, ungeteste Mittel sollten nie über die Wertung eines Arztes gestellt werden.

Anbei noch einmal alle Medikamente im Vergleich, die Linderung versprechen:

Medikament Wirkstoff Wirkungseintritt Risiken Nebenwirkungen
Priligy Dapotexin Nach 1- 3 Stunden Kann in einigen Fällen Krampfanfälle, Ohnmacht, oder Suizidgedanken verursachen Trockener Mund, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit
Emla Creme Lidocain und Prilocain 15 Minuten Bei allergischen Reaktionen Einnahme abbrechen und Arzt konsultieren Rötungen, Schwellungen und Farblosigkeit an Stellen der Auftragung
Betäubende Kondome Benzocain 30 – 60 Sekunden Nicht bekannt Sehr selten Hautausschläge

Gegen psychische Ursachen helfen Medikamente natürlich nicht. Es kann helfen, sich die Probleme von der Seele zu reden oder auf andere Möglichkeiten des zwischenmenschlichen Kontaktes zurückzugreifen, die nicht sexueller Natur sind. Eine Paartherapie hilft hier, um eventuelle Beziehungsprobleme als Ursachen festzumachen, es ist wichtig, die Probleme offen untereinander anzusprechen. Gegenseitiges Vertrauen und Verständnis kann schon eine Menge Druck nehmen, und somit die frühzeitige Ejaktulation in manchen Fällen sogar ein Stück weit bekämpfen. Sagen Sie Ihren Unsicherheiten den Kampf an, denn am Ende können Sie nur siegen!

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